Letztes Jahr, nachdem ich aus meinem alten Overall herausgewachsen war (*soifz*) lag es nahe, einen neuen zu kaufen. Ich wollte etwas, das wasserdicht und winddicht war und wurde beim Armeebedarf der Briten fündig. Bei ebay erwarb ich für 50 Pfund einen wind- und wasserdichten Overall, einen Dew Liner, mit Kapuze und gefüttert war er auch noch. Bis minus 40 Grad sollte er warm halten. Ich habe ihn in der Grösse XL bestellt, weil ich den Overall über die Strassenkleider tragen wollte, wenn ich nach Schweden fahre, unterwegs die Hunde mal rauslassen muss und nicht hinterher aussehen will wie aus der Tonne gezogen.
Was ich nicht bedacht und der Verkäufer zu erwähnen vergessen hatte war, dass sich die Grössenangabe "XL" nicht zwingend auf die Breite beziehen muss. Im Fall meines Dew Liners ist mit XL ausschliesslich die Länge des Anzugs gemeint. Mein Overall ist für Menschen mit einer Körpergrösse von 190 cm gemacht, also knapp viel zu lang für mich (keine 170 cm hoch). Dafür sind die Ärmel zu kurz und der Schritt hängt mir in den Kniekehlen. Menschen, die mich in dem Anzug gesehen haben, hat es schon zerrissen vor Lachen. Ich sehe in dem Ding nämlich aus wie das gangstarappende Michelinmännchen. Dafür war ich bei der Tettauer Regenschlacht eine der wenigen, die nicht patschnass geworden war und wenn ich durch den heimischen Wald fahre, kommt der Schlamm nicht bis auf die Haut durch. Wenigstens etwas....
Mittwoch, 23. März 2011
Dienstag, 22. März 2011
Wenn dein Hund dich erst blamiert....
Eltern werden es von ihren Kindern kennen: man wird immer gerade dann von seinem Nachwuchs bis auf die Knochen blamiert, wenn das Publikum besonders vielzählig und dankbar ist. Gleiches gilt für den engagierten Hundebesitzer. Die Hunde siehst du den ganzen Tag nicht, sie liegen in ihren Kennelboxen, unter der Couch, unsichtbar für die Welt. Sobald du aber Gäste hast, ändert sich das Bild. Die sonst so gänzlich unsichtbaren und stillen Hunde werden auf einmal penetrante Bettler mit feuchten Augen, nervige Unter-dem-Tisch-auf-den-Füssen-der-Leute-Rumlieger, lästige Gäste-Verfolger, sie zanken sich vor aller Augen und sind schlagartig taub geworden - kurzum: sie sind die Pest. Mir liegt dann so oft der berühmte Hundebesitzerspruch auf den Lippen: "Das haben die ja noch nie gemacht!" - aber ich sage ihn nicht, ich denke ihn nur. Das ständige Schimpfen und Zurechtweisen wirft ausserdem ein fieses Bild auf mich als Erziehungsverpflichtete. Meist finden die Leute es noch fürchterlich putzig, wenn ihnen einer der Hunde das Brötchen vom Teller geklaut hat. Wie soll ich denen klarmachen, dass hier gerade Jahre der konsequenten Hundeerziehung den Bach runter gehen? Und ich schäme mich dann auch so....
Aber, es geht noch einen Zacken schärfer wie mir meine Leithündin während des gestrigen Trainings bewiesen hat.
Wir fahren also mal wieder durch den Wald, die Hunde laufen auch recht schnell, als ich von weitem ein Rudel Joggerinnen erblicke. Jogger ohne Hunde sind kein Problem und ich fahre ganz relaxed und cool weiter. Das Rudel Joggerinnen besteht aus zwei Gruppen, wie ich beim weiterfahren merke und gerade als die erste Gruppe kurz vor meiner Leithündin läuft, zieht das niederträchtige Hundeviech nach links, zur Wegesmitte hin, wirft sich direkt vor die Füsse der Joggerinnen in die Hundehaufenabseilposition und beginnt die erste Wurst ins Licht zu drücken. Ich bat die Erde sich aufzutun, aber sie tat es nicht und so sah ich noch wie die Joggerinnen leicht amüsiert, leicht pikiert an mir vorbei liefen. Ich wollte gerade den Leithund verfluchen als die nächsten Joggerinnen auf uns zukamen. Die Madame sass ja immer noch mittig auf dem Weg. Ich versuchte sie anzutreiben, aber statt dessen schickte sie mir den Blick der Verdammnis und presste noch ein bisschen mehr. Himmelarschundzwirn. Ich hät sie am liebsten an den nächsten Baum getackert. Statt dessen versuchte ich endlich von der Stelle zu kommen, als das niederträchtige Hundeviech auf die Idee kam an den Joggerinnen schnüffeln zu wollen und noch ein wenig mehr nach links zerrte. Die letzte Joggerin in der Gruppe erschreckte sich fürchterlich, riss die Arme hoch und versuchte von einem Bein auf das andere hüpfend an meinen Hunden vorbeizukommen.
Ganz grosses Tennis. Ich hab mich geschämt wie ein Putzeimer...Immer dann wenn man so cool sein will passiert natürlich sowas....
Aber, es geht noch einen Zacken schärfer wie mir meine Leithündin während des gestrigen Trainings bewiesen hat.
Wir fahren also mal wieder durch den Wald, die Hunde laufen auch recht schnell, als ich von weitem ein Rudel Joggerinnen erblicke. Jogger ohne Hunde sind kein Problem und ich fahre ganz relaxed und cool weiter. Das Rudel Joggerinnen besteht aus zwei Gruppen, wie ich beim weiterfahren merke und gerade als die erste Gruppe kurz vor meiner Leithündin läuft, zieht das niederträchtige Hundeviech nach links, zur Wegesmitte hin, wirft sich direkt vor die Füsse der Joggerinnen in die Hundehaufenabseilposition und beginnt die erste Wurst ins Licht zu drücken. Ich bat die Erde sich aufzutun, aber sie tat es nicht und so sah ich noch wie die Joggerinnen leicht amüsiert, leicht pikiert an mir vorbei liefen. Ich wollte gerade den Leithund verfluchen als die nächsten Joggerinnen auf uns zukamen. Die Madame sass ja immer noch mittig auf dem Weg. Ich versuchte sie anzutreiben, aber statt dessen schickte sie mir den Blick der Verdammnis und presste noch ein bisschen mehr. Himmelarschundzwirn. Ich hät sie am liebsten an den nächsten Baum getackert. Statt dessen versuchte ich endlich von der Stelle zu kommen, als das niederträchtige Hundeviech auf die Idee kam an den Joggerinnen schnüffeln zu wollen und noch ein wenig mehr nach links zerrte. Die letzte Joggerin in der Gruppe erschreckte sich fürchterlich, riss die Arme hoch und versuchte von einem Bein auf das andere hüpfend an meinen Hunden vorbeizukommen.
Ganz grosses Tennis. Ich hab mich geschämt wie ein Putzeimer...Immer dann wenn man so cool sein will passiert natürlich sowas....
Wer ist hier der Zughund?
Gestern nachmittag, lief der JRT (Schulterhöhe: 20 cm, 7,8 Kilo schwer) an dem auf dem Parkett liegenden Großen (60 cm, 22 Kilo) vorbei. Der Große wollte wohl spielen und knallte dem JRT die Pfote auf den Rücken. Der JRT, gar nicht begeistert, knurrte und brummte, versuchte aber weiter an dem ihm im Weg liegenden Husky vorbei zu kommen. Der Große legte unbeeindruckt auch noch die zweite Pfote auf den Rücken des JRT, der immer noch knurrte und brummte. Und während der JRT so brummend und knurrend weiterlief zog er ungerührt den Großen, der seine Pfoten auf dem Rücken des JRT liegen hatte, ein gutes Stück über das Parkett. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera griffbereit, man hätte es filmen müssen, das glaubt einem ja kein Mensch.
Montag, 21. März 2011
Kommt ein Musher geflogen
Es war im letzten Jahr in Schweden. Meine Freundin B. und ich hatten nachmittags beschlossen mit dem Rentnerhund und einem Welpen spazieren zu gehen. Wir waren gerade auf dem Nachhauseweg als wir plötzlich Hundegeheul hörten: da spannte jemand ein und würde gleich los fahren. Aus der Richtung konnte es eigentlich nur die Chaostante sein und richtig, als wir näher kamen sahen wir sie wie sie gerade dabei war Hunde einzuspannen. Wir beschlossen nicht weiterzugehen und in sicherem Abstand zu warten bis die Tante weg ist.
Die Chaostante bewohnte ein Haus direkt an der Strasse, die auch zu unserem Haus führt. Um auf den Trail zu kommen musste sie geradeaus über die Strasse fahren. Wir blieben in etwa 50 m Entfernung stehen, man kennt seine Pappenheimer und die Chaostante heisst nicht umsonst so. Während das Anspannen dauerte und dauerte, beäugte ich mal den Graben rechts und links von der Strasse und fragte B. in welchen sie denn springen würde, wenn die Chaostante anstatt geradeaus links abbiegt.
B. schaute mich entgeistert an und sagte: "Meinst du, die kommt hier runter?"
Ich zuckte mit den Schultern und meinte nur, dass das schliesslich die Chaostante ist und bei der wäre einfach alles drin. Wir standen bereits gute 15 Minuten auf der Strasse und warteten darauf, dass das Team endlich losfahren würde.
In diesem Moment tauchte die Chaostante neben ihren Leithunden auf, sah uns und machte eine Abwehrbewegung in unsere Richtung. B.wurde direkt sauer und zischte "Wohin sollen wir denn noch gehen, wir sind ja schon fast im Dorf!"
Wir blieben also stehen und bekamen so noch mit, wie die Chaostante sich zu ihren Leithunden herunterbeugte geradeaus auf den Trail zeugte und laut vernehmlich "Da gehts lang" sagte.
Mir schwante Düsteres. Während B. noch stänkerte: "Kommt die vielleicht mal endlich in die Gänge", wurde es plötzlich ganz still - das sichere Zeichen dafür, dass die Chaostante den Schneeanker gezogen hatte.
Wir sahen noch wie die Leithunde losliefen und im vollen Galopp anstatt geradeaus auf den Trail links auf die Strasse abbogen und in einem Affenzahn auf uns zu kamen. Ich schrie noch "B!!RENN!" und dann rannten wir zusammen die Strasse runter, hinter uns her das 6er Hundegespann. Die Chaostante brüllte aus Leibeskräften "HILFE HILE, ICH KANN NICHT BREMSEN!"
B und ich rannten in eine Hofeinfahrt in der ein älterer Schwede mit einer Zipfelmütze stand und völlig konsterniert auf das sich ihm bietende Schauspiel schaute. Kaum waren wir nämlich in der Hofeinfahrt angekommen, hatte uns das Hundegespann mit der schreienden Chaostante ungebremst eingeholt. Wir standen umzingelt von dem Team vor der Garage des Schweden, der gar nicht reagierte. Dafür reagierte die Chaostante indem sie weiter um Hilfe rief. "Helft mir doch, helft mir doch". B. knallhart "ICH HELFE DER NICHT!".
Da die Hunde zum Glück nicht auf den Rentnerhund und den Welpen losgingen, drückte ich B. die Leine des Rentnerhundes in die Hand, kämpfte mich durch den Leinensalat, ergriff die Neckline der Leithunde und führte die Hunde zur Grundstücksauffahrt. Während der ganzen Zeit war die Chaostante auf dem Schlitten wie festgetackert stehen geblieben. "So, Chaostante", sagte ich "wo wollen wir denn jetzt hin, rechtsrum oder linksrum?" Rechtsrum führte die Strasse direkt ins Dorf. "Linksrum natürlich" zischte die Chaostante. Ich ging also links rum, führte das Gespann auf die Strasse und die Chaostante fuhr davon. Dabei sah ich auch, dass auf der Strasse nicht mal Spuren der Krallenbremse zu sehen waren, die Tante hatte also nicht mal versucht zu bremsen. B. war leichenblass. Mir zitterten ein bisschen die Knie. Ich hatte mir in erster Linie sorgen um unsere beiden Hunde gemacht, aber denen war zum Glück nichts passiert. Bedankt hat sich die Chaostante übrigens nie. Ich habe nur später mal gehört, dass sie sich über die beiden blöden Weiber beschwert hat, die ihr Gespann abgelenkt hätten, weil sie zu nah an das Team herangekommen wären...
Die Chaostante bewohnte ein Haus direkt an der Strasse, die auch zu unserem Haus führt. Um auf den Trail zu kommen musste sie geradeaus über die Strasse fahren. Wir blieben in etwa 50 m Entfernung stehen, man kennt seine Pappenheimer und die Chaostante heisst nicht umsonst so. Während das Anspannen dauerte und dauerte, beäugte ich mal den Graben rechts und links von der Strasse und fragte B. in welchen sie denn springen würde, wenn die Chaostante anstatt geradeaus links abbiegt.
B. schaute mich entgeistert an und sagte: "Meinst du, die kommt hier runter?"
Ich zuckte mit den Schultern und meinte nur, dass das schliesslich die Chaostante ist und bei der wäre einfach alles drin. Wir standen bereits gute 15 Minuten auf der Strasse und warteten darauf, dass das Team endlich losfahren würde.
In diesem Moment tauchte die Chaostante neben ihren Leithunden auf, sah uns und machte eine Abwehrbewegung in unsere Richtung. B.wurde direkt sauer und zischte "Wohin sollen wir denn noch gehen, wir sind ja schon fast im Dorf!"
Wir blieben also stehen und bekamen so noch mit, wie die Chaostante sich zu ihren Leithunden herunterbeugte geradeaus auf den Trail zeugte und laut vernehmlich "Da gehts lang" sagte.
Mir schwante Düsteres. Während B. noch stänkerte: "Kommt die vielleicht mal endlich in die Gänge", wurde es plötzlich ganz still - das sichere Zeichen dafür, dass die Chaostante den Schneeanker gezogen hatte.
Wir sahen noch wie die Leithunde losliefen und im vollen Galopp anstatt geradeaus auf den Trail links auf die Strasse abbogen und in einem Affenzahn auf uns zu kamen. Ich schrie noch "B!!RENN!" und dann rannten wir zusammen die Strasse runter, hinter uns her das 6er Hundegespann. Die Chaostante brüllte aus Leibeskräften "HILFE HILE, ICH KANN NICHT BREMSEN!"
B und ich rannten in eine Hofeinfahrt in der ein älterer Schwede mit einer Zipfelmütze stand und völlig konsterniert auf das sich ihm bietende Schauspiel schaute. Kaum waren wir nämlich in der Hofeinfahrt angekommen, hatte uns das Hundegespann mit der schreienden Chaostante ungebremst eingeholt. Wir standen umzingelt von dem Team vor der Garage des Schweden, der gar nicht reagierte. Dafür reagierte die Chaostante indem sie weiter um Hilfe rief. "Helft mir doch, helft mir doch". B. knallhart "ICH HELFE DER NICHT!".
Da die Hunde zum Glück nicht auf den Rentnerhund und den Welpen losgingen, drückte ich B. die Leine des Rentnerhundes in die Hand, kämpfte mich durch den Leinensalat, ergriff die Neckline der Leithunde und führte die Hunde zur Grundstücksauffahrt. Während der ganzen Zeit war die Chaostante auf dem Schlitten wie festgetackert stehen geblieben. "So, Chaostante", sagte ich "wo wollen wir denn jetzt hin, rechtsrum oder linksrum?" Rechtsrum führte die Strasse direkt ins Dorf. "Linksrum natürlich" zischte die Chaostante. Ich ging also links rum, führte das Gespann auf die Strasse und die Chaostante fuhr davon. Dabei sah ich auch, dass auf der Strasse nicht mal Spuren der Krallenbremse zu sehen waren, die Tante hatte also nicht mal versucht zu bremsen. B. war leichenblass. Mir zitterten ein bisschen die Knie. Ich hatte mir in erster Linie sorgen um unsere beiden Hunde gemacht, aber denen war zum Glück nichts passiert. Bedankt hat sich die Chaostante übrigens nie. Ich habe nur später mal gehört, dass sie sich über die beiden blöden Weiber beschwert hat, die ihr Gespann abgelenkt hätten, weil sie zu nah an das Team herangekommen wären...
Sonntag, 20. März 2011
Sind Sie ein Auto?
Im Januar 2011 lag bei uns so viel Schnee, dass ich mit dem Schlitten von der Haustür weg trainieren konnte. Das kommt selten genug vor und so habe ich täglich pünktlichst und fluchtartig das Büro verlassen, bin so schnell die Strassenlage es zu liess nachhause gefahren, hab mich ohne Grusswort in die Hundeklamotten geschmissen und den Schlitten auf die Strasse geschoben. Der beste Freund von allen hatte mir zum letzten Geburtstag einen Chinabrenner geschenkt: eine Stirnlampe mit 1400 Lumen. Das ist so hell, dass beim ersten Test die komplette Nachbarschaft an den Fenstern hing und dachte die Aliens wären gelandet. Das ist so hell, dass ein Vereinskumpel von mir sagte "Wenn mal was auf dem Betzenberg mit der Flutlichtanlage ist, können sie dich anrufen!"
Mit diesem Ding auf dem Kopf sieht man aus wie ein Borg aus der Serie Enterprise - das nächste Jahrtausend. Der Einschaltknopf der Lampe, der einem aufgrund der etwas seltsamen Kabelführung um die Ohren baumelt, leuchtet nach Akkuladezustand blau, grün oder gelb. Die Lampe selbst besteht aus 3 Leuchten, eine grosse in der Mitte, zwei kleinere rechts und links davon montiert. Designtechnisch eher nicht so gelungen. Aber hell. Man kann halt nicht alles haben im Leben.
Bei einem längeren Training war es jedenfalls schon stockdunkel als ich mich auf den letzten Kilometern befand und ich musste den Chinabrenner anwerfen. Die Hunde und ich waren gefangen in diesem Kokon aus grellem Licht; um uns rum nur Finsternis. Es war ein bisschen nebelig und weil es auch kalt war, stieg mein Atem auf und ich fuhr durch eine Wolke aus Dunst. Wenn man lange und vor allem gedankenversunken durch den menschenleeren und völlig stillen Wald fährt, erschrecken einen plötzliche Bewegungen im Augenwinkel zu Tode. Irgendwas hatte ich ca. 50 m schräg vor mir gesehen. Ich starrte durch den Nebel und dachte ich hätte mir das eingebildet. Vor mir stand rechts vom Weg nur ein grauer Baum ohne Äste. Ich schaute ständig auf diesen Baum während wir näher kamen. Irgendwas an dem Baum stimmte nicht aber ich konnte trotz des hellen Lichts, das sich in dem Nebel brach, keine Einzelheiten im Wald erkennen. Auf einmal wusste ich schlagartig was an dem Baum nicht stimmte: der Baum hatte Hände. Weisse Hände. Ich bin vor Schreck fast vom Schlitten gefallen. Beim nächsten Blick auf den Baum, waren aber keine Hände mehr zu sehen.
Als ich schon anfangen wollte an meinem Verstand zu zweifeln, sah ich, dass der Baum gar kein Baum war sondern eine Person, die vom Weg in den Wald lief. Ich hielf an und sah, dass die Person eine Frau war, die weisse Handschuhe(sic!) trug. Da ich nicht sehen konnte ob sie vielleicht noch einen Hund dabei hat oder nicht, fragte ich: "Haben Sie einen Hund dabei?"
"Nein," sagt die Frau , " sind Sie ein Auto?"
WTF? Diese Frage war so skuril, dass ich darauf gar nicht antworten konnte.
"Ich hab das Licht gesehen und das war so hell, da dachte ich da kommt ein Auto und bin schon mal zur Seite gegangen".
Herrschaftszeiten! Ich war so geschockt, voller Adrenalin und verwirrt, dass ich nur sagen konnte, dass ich kein Auto bin, aber dann hab ich so lachen müssen, dass es mich fast zum zweiten Mal an diesem Abend vom Schlitten gehauen hat..
Mit diesem Ding auf dem Kopf sieht man aus wie ein Borg aus der Serie Enterprise - das nächste Jahrtausend. Der Einschaltknopf der Lampe, der einem aufgrund der etwas seltsamen Kabelführung um die Ohren baumelt, leuchtet nach Akkuladezustand blau, grün oder gelb. Die Lampe selbst besteht aus 3 Leuchten, eine grosse in der Mitte, zwei kleinere rechts und links davon montiert. Designtechnisch eher nicht so gelungen. Aber hell. Man kann halt nicht alles haben im Leben.
Bei einem längeren Training war es jedenfalls schon stockdunkel als ich mich auf den letzten Kilometern befand und ich musste den Chinabrenner anwerfen. Die Hunde und ich waren gefangen in diesem Kokon aus grellem Licht; um uns rum nur Finsternis. Es war ein bisschen nebelig und weil es auch kalt war, stieg mein Atem auf und ich fuhr durch eine Wolke aus Dunst. Wenn man lange und vor allem gedankenversunken durch den menschenleeren und völlig stillen Wald fährt, erschrecken einen plötzliche Bewegungen im Augenwinkel zu Tode. Irgendwas hatte ich ca. 50 m schräg vor mir gesehen. Ich starrte durch den Nebel und dachte ich hätte mir das eingebildet. Vor mir stand rechts vom Weg nur ein grauer Baum ohne Äste. Ich schaute ständig auf diesen Baum während wir näher kamen. Irgendwas an dem Baum stimmte nicht aber ich konnte trotz des hellen Lichts, das sich in dem Nebel brach, keine Einzelheiten im Wald erkennen. Auf einmal wusste ich schlagartig was an dem Baum nicht stimmte: der Baum hatte Hände. Weisse Hände. Ich bin vor Schreck fast vom Schlitten gefallen. Beim nächsten Blick auf den Baum, waren aber keine Hände mehr zu sehen.
Als ich schon anfangen wollte an meinem Verstand zu zweifeln, sah ich, dass der Baum gar kein Baum war sondern eine Person, die vom Weg in den Wald lief. Ich hielf an und sah, dass die Person eine Frau war, die weisse Handschuhe(sic!) trug. Da ich nicht sehen konnte ob sie vielleicht noch einen Hund dabei hat oder nicht, fragte ich: "Haben Sie einen Hund dabei?"
"Nein," sagt die Frau , " sind Sie ein Auto?"
WTF? Diese Frage war so skuril, dass ich darauf gar nicht antworten konnte.
"Ich hab das Licht gesehen und das war so hell, da dachte ich da kommt ein Auto und bin schon mal zur Seite gegangen".
Herrschaftszeiten! Ich war so geschockt, voller Adrenalin und verwirrt, dass ich nur sagen konnte, dass ich kein Auto bin, aber dann hab ich so lachen müssen, dass es mich fast zum zweiten Mal an diesem Abend vom Schlitten gehauen hat..
Was in Hamar geschah
Vom 17. bis 20. März 2011 findet in Hamar die IFSS Schlittenhunde WM statt. Über 180 Starter vor Ort in Gasbu. Nachdem am Freitag der erste Lauf von 3 abgeschlossen war, kamen Kontrolleure des norwegischen Veterinäramtes auf den Stake-out und sammelten die Impfpässe ein. Bei der vorausgegangenen Stichprobenkontrolle waren Unregelmäßigkeiten aufgefallen und jetzt wurden der Einfachheit halber alle kontrolliert. Wie sich herausstellte, hatten einige den Impfzeitraum überschritten mit der Folge, dass die Norweger die Titertests als ungültig erklärten und die sofortige Ausreise fällig war. Zum anderen müssen seit 11.03.2011 Hunde, die von Schweden nach Norwegen einreisen eine Entwurmung vorweisen, die dem Fuchsbandwurm den Garaus macht. EinigeTeilnehmer, die schon vor dem 11.03.2011 in Skandinavien waren, hatten das nicht gewusst, andere hatten es auch nicht gewusst oder nicht gemacht.
Grosses Chaos, viel Geschrei in den Foren über diese Behördenwillkür. Eilige Abreiserei einiger Teilnehmer.
Es bleibt ein fahler Nachgeschmack und für mich mal wieder der Gedanke, dass Schlittenhundler eine seltsame Sorte Mensch sind.
Wenn man doch weiss, dass man nach Norwegen fährt, wo streng kontrolliert wird, dann schaut man doch, dass die Papiere der Hunde 1000% ok sind.
Wir reisen zb. auch über Norwegen nach Schweden ein und ich nerve jedes Jahr meine Tierärztin, dass sie alles doppelt und dreifach kontrolliert, damit ja alles ok ist.
Das Risiko nachhause geschickt zu werden bzw. die Hunde in Quarantäne gesetzt oder sogar eingeschläfert zu bekommen, wenn etwas nicht stimmt ist mir zu hoch.
Grosses Chaos, viel Geschrei in den Foren über diese Behördenwillkür. Eilige Abreiserei einiger Teilnehmer.
Es bleibt ein fahler Nachgeschmack und für mich mal wieder der Gedanke, dass Schlittenhundler eine seltsame Sorte Mensch sind.
Wenn man doch weiss, dass man nach Norwegen fährt, wo streng kontrolliert wird, dann schaut man doch, dass die Papiere der Hunde 1000% ok sind.
Wir reisen zb. auch über Norwegen nach Schweden ein und ich nerve jedes Jahr meine Tierärztin, dass sie alles doppelt und dreifach kontrolliert, damit ja alles ok ist.
Das Risiko nachhause geschickt zu werden bzw. die Hunde in Quarantäne gesetzt oder sogar eingeschläfert zu bekommen, wenn etwas nicht stimmt ist mir zu hoch.
Samstag, 19. März 2011
Stiftung Kältetest
Ich werde meinen Themenbereich um die Stiftung Kältetest erweitern. In loser Folge werde ich über Kleidung und Ausrüstungsgegenstände berichten, die ich bei meinen Touren mit den Hunden benutze und Empfehlungen aussprechen oder sagen ob man es getrost in die Tonne kloppen kann.
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