Mein Hund ist ein Geruchsterrorist. Eben trampelt das Riesenroß die Treppe hoch, kommt ins Arbeitszimmer (wo ich gerade am PC sitze), läuft hinter meinen Stuhl und rast kurz darauf wie von der Tarantel gestochen wieder nach unten. Während ich noch überlege, was das nun wieder war, merke ich, dass dieses Mistviech eine Gasbombe gelegt hat, die so eben hochgegangen ist. Der Hund muss innerlich faul sein. Hier riecht es wie in einer Kläranlage bei 35 Grad im Schatten.
Das muss Absicht sein, er macht es ja öfter. Wir sitzen zb. in der Küche, Hund kommt rein, sondiert die Lage, dreht sich rum, dass der Kopf zur Tür der Hintern auf uns gerichtet ist, streckt sich und lässt in aller Gemütsruhe einen fahren. Dann trollt er sich während wir kurz davor sind unseren Mageninhalt aufs Frühstücksbrötchen zu entleeren. Den Stunt bringt er auch gerne mal, wenn wir im Wohnzimmer sitzen.
Alarm rot und alles an die Fenster gilt, wenn der Hund, der stundenlang unter der Couch geschlafen hat, plötzlich wie ein Torpedo unter der Couch rausgeschossen kommt um sich eilig zu verdrücken. Das sind die schlimmsten der Menschheit bekannten Fürze die ein einzelner Hund produzieren kann. Diese Dämpfe riechen nicht wie Kläranlage, diese Dämpfe riechen wie abgebrannte Kläranlage. Ohrenbetäubender Odor der Hölle wabert von unter der Couch nach oben und lässt einen fast blind werden. Während wir uns krümmen hüpft der Hund draussen in der frischen Luft herum. Manchmal denke ich, der lacht sich grad schlapp.
Dazu gibt es allerdings eine Steigerung. Hund liegt unterm Bett. Ich werde davon wach, wenn der Hauch des Todes durch die Matratze nach oben steigt. Kurz darauf poltert und rumpelt es, weil die Quelle des Unheils gerade eilig seine Schlafhöhle verlässt. Manchmal schaut der Hund nochmal zurück und in seinem Blick liegt der unausgesprochene Vorwurf Schuld an seiner Schlafunterbrechung zu sein....
Mittwoch, 1. Juni 2011
Montag, 30. Mai 2011
Wie kommt Scheisse aufs Dach?
Am Wochenende musste ich feststellen, dass einer meiner Hunde mittig auf das frischgepflanzte Ginkobäumchen gekackt hatte. Zwischen dem zarten Grün hing eine braune Wurst, der Rest war gut sichtbar an den Blättern und dem Stämmchen entlang nach unten getropft. Das ist nicht zum ersten Mal passiert. Der Große ist nämlich ein sogenannter Hochscheisser. Vor ein paar Tagen hat er auf die rosaroten Hortensien in ca. 1m Höhe einen fabelhaften Kamelhaufen gesetzt . Das passte farblich zwar ganz gut, hinterlies bei dem einen oder anderen Betrachter aber leichte Verstörung und die Entfernung des Haufens aus den Hortensienblüten war auch eher etwas für den Feinmotoriker. Aus dem Ginko ging es übrigens auch nicht so einfach raus. Man muss ja aufpassen, wenn man mit dem Scheissekrätzchen ansetzt, dass man keine Äste oder Blätter mitnimmt. In der Vergangenheit habe ich öfter Haufen aus lichter Höhe und Blütenpflanzen entfernt. Das Wolfserbe schlägt bei meinem Hund ganz offensichtlich stärker durch als bei anderen. Der Wolf, so lies ich mir vom Züchter dieses Hundes sagen, markiert sein Revier auch durch Kot, angebracht an markanten und vor allem hochliegenden Plätzen: in unserem Fall Hortensien.
Bei diversen Spaziergängen haben wir uns schon über den Hund schlappgelacht, wenn er einen Busch oder ein dünnes Kiefernstämmchen zwischen die Beine geklemmt, in der Botanik sass und dabei war sein Revier zu markieren. Weniger lustig ist es, wenn er das zuhause macht und zwischen die in Mörtelkübel gesetzten Salatpflänzchen einen Haufen platziert. Oder wenn er auf dem umgedrehten Mörtelkübel eine Art Fäkalieninstallation anbringt. Gelegentlich habe ich mich gefragt, wie er den einen oder anderen Haufen da wo er dann lag absetzen konnte solange die Gesetze der Schwerkraft gelten. Für die wenigsten habe ich eine gute Erklärung gefunden.
Im Frühling hat er übrigens versucht in die Blütenkelche der Tulpen zu zielen....das hat nicht wirklich geklappt. Manchmal ist der Haufen auch nicht ganz so fest, wie er es idealerweise zu sein hat und dann läuft die ganze "Scheisse" von oben nach unten und bildet kleine, braune Wasserfälle auf dem jeweiligen Untergrund. Auf blauglasierten Blumentöpfen sieht das ganz fantastisch aus.
Jeder Versuch den Hund von seinem Tun abzubringen scheitert schon daran, dass er es nur dann macht, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Auch er braucht zum Verrichten seines Toilettengangs etwas Ruhe und Abgeschiedenheit und ich habe keine grosse Lust dem Hund aufzulauern.
Plan B wäre die vollständige Entfernung aller Büsche, Blumentöpfe und Tulpen. Aber wer weiss, was dem Hund dann einfällt....
Bei diversen Spaziergängen haben wir uns schon über den Hund schlappgelacht, wenn er einen Busch oder ein dünnes Kiefernstämmchen zwischen die Beine geklemmt, in der Botanik sass und dabei war sein Revier zu markieren. Weniger lustig ist es, wenn er das zuhause macht und zwischen die in Mörtelkübel gesetzten Salatpflänzchen einen Haufen platziert. Oder wenn er auf dem umgedrehten Mörtelkübel eine Art Fäkalieninstallation anbringt. Gelegentlich habe ich mich gefragt, wie er den einen oder anderen Haufen da wo er dann lag absetzen konnte solange die Gesetze der Schwerkraft gelten. Für die wenigsten habe ich eine gute Erklärung gefunden.
Im Frühling hat er übrigens versucht in die Blütenkelche der Tulpen zu zielen....das hat nicht wirklich geklappt. Manchmal ist der Haufen auch nicht ganz so fest, wie er es idealerweise zu sein hat und dann läuft die ganze "Scheisse" von oben nach unten und bildet kleine, braune Wasserfälle auf dem jeweiligen Untergrund. Auf blauglasierten Blumentöpfen sieht das ganz fantastisch aus.
Jeder Versuch den Hund von seinem Tun abzubringen scheitert schon daran, dass er es nur dann macht, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Auch er braucht zum Verrichten seines Toilettengangs etwas Ruhe und Abgeschiedenheit und ich habe keine grosse Lust dem Hund aufzulauern.
Plan B wäre die vollständige Entfernung aller Büsche, Blumentöpfe und Tulpen. Aber wer weiss, was dem Hund dann einfällt....
Sonntag, 29. Mai 2011
Nicht ohne meinen Cousin!!
Der Kleine ist ein sehr anhänglicher Siberian Husky. Entweder er klebt an mir oder an seinem Cousin. Sein Cousin war der erste der Hunde, der sich für ihn interessiert hat, als ich den Welpen abgeholt habe - das scheint geprägt zu haben. Seit diesem Moment klebt der Kleine dem Großen am Hintern. Wenn der Große sich mal verdrückt um seine Ruhe zu haben und der Kleine kriegt es nicht mit ist Drama angesagt. Er rast dann suchend und aufgeregt quietschend durchs Haus und den Garten bis er ihn gefunden hat. Dann ist gut und er kann sich wieder drauf konzentrieren mich im Auge zu behalten. Richtig Drama ist, wenn ich mit dem Großen das Haus verlasse und der Kleine muss zuhause bleiben.
Am Wochenende war es mal wieder so weit - der Große musste zum Tierarzt und den Kleinen wollte ich nicht mitnehmen. Mit den beiden Rüden im Wartezimmer der Tierklinik, das ist nur was für wirklich Hartgesottene. Der Große kläfft alles an, was reinkommt (er glaubt scheinbar ihm gehöre die ganze Klische) und der Kleine will dauernd auf den Schoss, weil ihn das Gekläffe vom Großen Angst einjagt...
Als ich nach 2 Stunden wieder nachhause kam, berichtete man mir von grosser Not und Elend: der Kleine habe wie ein Wolf heulend im Garten gesessen, dann wäre er ruhelos und elend piepsend durchs Haus gelaufen und anschliessend hat er sich so aufgeregt, dass er sich mehrfach übergeben hat. Ich wurde gebeten in Zukunft den Kleinen mitzunehmen, wenn ich mit dem Großen das Haus verlasse: "Das hält ja kein Mensch aus!"
Mir tat der Kleine furchtbar leid. Wenn man sich so aufregt, dass man kotzen muss hat man richtig Stress - auch als Hund. Den Rest des Tages hat der Kleine übrigens völlig fertig in seiner Schlafkoje verbracht...strengt ja auch an, wenn man so Terror machen muss.
Am Wochenende war es mal wieder so weit - der Große musste zum Tierarzt und den Kleinen wollte ich nicht mitnehmen. Mit den beiden Rüden im Wartezimmer der Tierklinik, das ist nur was für wirklich Hartgesottene. Der Große kläfft alles an, was reinkommt (er glaubt scheinbar ihm gehöre die ganze Klische) und der Kleine will dauernd auf den Schoss, weil ihn das Gekläffe vom Großen Angst einjagt...
Als ich nach 2 Stunden wieder nachhause kam, berichtete man mir von grosser Not und Elend: der Kleine habe wie ein Wolf heulend im Garten gesessen, dann wäre er ruhelos und elend piepsend durchs Haus gelaufen und anschliessend hat er sich so aufgeregt, dass er sich mehrfach übergeben hat. Ich wurde gebeten in Zukunft den Kleinen mitzunehmen, wenn ich mit dem Großen das Haus verlasse: "Das hält ja kein Mensch aus!"
Mir tat der Kleine furchtbar leid. Wenn man sich so aufregt, dass man kotzen muss hat man richtig Stress - auch als Hund. Den Rest des Tages hat der Kleine übrigens völlig fertig in seiner Schlafkoje verbracht...strengt ja auch an, wenn man so Terror machen muss.
Samstag, 28. Mai 2011
Donnerstag, 26. Mai 2011
Die Sache mit dem Bootie
Vor 2 Jahren kam der beste Freund von allen ziemlich deprimiert vom Training in Schweden zurück. Er berichtete mir, dass eine seiner Hündinnen im vollen Lauf einen verlorenen Bootie aufgelesen hatte. Natürlich hatte sie den Bootie auch sofort geschluckt.
Booties sind kleine Socken aus Cordura oder Fleece, versehen mit einem Klettverschluss, die man dem Hund zum Schutz der empfindlichen Pfoten anzieht. Hin und wieder verlieren Hunde ihre Booties und nun hatte Lene eben einen solchen gefressen.
Das ist jetzt zunächst nicht so das Riesenproblem solange sich das Bootie nicht vor den Magenaus- bzw. Darmeingang schiebt. Meist nimmt das Bootie halbwegs unbeschadet den Weg durch den Darm zurück ans Licht. So schritten wir jeden Morgen nachdem wir die Hunde aus der Box geholt und an den Stake-out gehängt hatten zur Haufenkontrolle. Der Bootie blieb allerdings verschwunden.
Fremdkörper im Magen sind für Schlittenhunde insofern ein Problem als dass sie beim Galoppieren im leeren Magen auf und ab hüpfen können. Hunde, die im Ruhezustand bzw. bei langsamen Gängen keine Probleme haben, bekommen sie, wenn sich der Fremdkörper im Galopp auch bewegt.
Im Fall unserer Lene war allerdings nichts zu merken. Der Hund lief die ganze Zeit voll mit, aber der Bootie blieb wo er war.
Wir waren schon fast 2 Monate wieder zuhause als mich der beste Freund von allen anrief und berichtete, dass er heute den Bootie im Haufen von Lene gefunden habe. Er wäre farblich nicht mehr so ganz einwandfrei, davon abgesehen aber noch zu gebrauchen, wenn ich ihn also haben wollte....
Booties sind kleine Socken aus Cordura oder Fleece, versehen mit einem Klettverschluss, die man dem Hund zum Schutz der empfindlichen Pfoten anzieht. Hin und wieder verlieren Hunde ihre Booties und nun hatte Lene eben einen solchen gefressen.
Das ist jetzt zunächst nicht so das Riesenproblem solange sich das Bootie nicht vor den Magenaus- bzw. Darmeingang schiebt. Meist nimmt das Bootie halbwegs unbeschadet den Weg durch den Darm zurück ans Licht. So schritten wir jeden Morgen nachdem wir die Hunde aus der Box geholt und an den Stake-out gehängt hatten zur Haufenkontrolle. Der Bootie blieb allerdings verschwunden.
Fremdkörper im Magen sind für Schlittenhunde insofern ein Problem als dass sie beim Galoppieren im leeren Magen auf und ab hüpfen können. Hunde, die im Ruhezustand bzw. bei langsamen Gängen keine Probleme haben, bekommen sie, wenn sich der Fremdkörper im Galopp auch bewegt.
Im Fall unserer Lene war allerdings nichts zu merken. Der Hund lief die ganze Zeit voll mit, aber der Bootie blieb wo er war.
Wir waren schon fast 2 Monate wieder zuhause als mich der beste Freund von allen anrief und berichtete, dass er heute den Bootie im Haufen von Lene gefunden habe. Er wäre farblich nicht mehr so ganz einwandfrei, davon abgesehen aber noch zu gebrauchen, wenn ich ihn also haben wollte....
Als es mal im Esszimmer schneite
Der Große war als Welpe eine Heimsuchung. Nachdem der erste Versuch ihn während meiner Abwesenheit in einem geräumigen Welpenzwinger zu beherbergen an stundenlanger Schreierei des Welpen und einer langen Ausführung meiner Tante P. warum es für Welpen traumatisch sein kann, in einem Welpenzwinger sitzen zu müssen, wenn die anderen Hunde alle frei laufen können, gescheitert war, durfte sich der 12 Wochen alte Welpe zwischen 8 und 12 Uhr frei im Haus bewegen. Dass das ein Fehler war, merkte ich spätestens da, wo ich die Haustür aufschloss und mir die ersten Scherben und Federn entgegenkamen, die der Hund zu kunstvollen Arrangements auf der Treppe verarbeitet hatte. Frei nach Beuys hatte der Hund im Wohnzimmer den Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch aufgebaut : eine Installation aus einem einsamen Lampenfuss (den Schirm hatte der Hund fachmännisch entfernt und mit Löchern "verschönert" auf dem Boden abgelegt), mehreren aufgerissenen Sofakissen, Federhaufen, quer durch den Raum geschleppten Tischdecken und Osterhasenscherben. Der Hund wusste natürlich von nichts und seine Mitbewohner schwiegen eisern. Es war klar, dass sich der Hund einsam fühlte, ausgesetzt, verlassen und infolgedessen seinem Frust freien Lauf gelassen hatte. Leider lies er seinem Frust ziemlich lange seinen Lauf und uns gingen langsam die Sofakissen und die Federn aus. Huskys sind schwer erfinderisch, wenn es darum geht sich selbst zu beschäftigen und so fing der Welpe in Ermangelung von Sofakissen damit an Teppiche zu rupfen und durchs Haus zu schleppen. Unsere schicken Perserteppiche haben alle keine Fransen mehr. Die einen weil ein Vorwerkstaubsauger Bürsten hat - die anderen weil der Hund an den verbliebenen Fransen seine Zähne ausprobiert hat. Als der Züchter interessiert fragte, ob der Welpe denn viel kaputt macht wusste ich gar nicht recht was ich sagen sollte, denn da hatte der Hund gerade die Ostereiersammlung meiner Schwiegermutter geschreddert und die Stimmung war gerade gar nicht gut.
Mein persönlicher Höhepunkt kam kurz darauf. Ich kam nachhause und der Flur war wie ich ihn verlassen hatte. Das war schon mal ein gutes Zeichen. Und dann schaute ich vorsichtig um die Ecke ins Esszimmer.
In meiner Abwesenheit musste es spontan durchs Dach geschneit haben. Auf dem bunten Perserteppich im Esszimmer lag eine dicke Schicht hellbeiger Schnee. Die erste Untersuchung ergab, dass es sich um ganz feine, dünne Späne handelte, ähnlich wie das, was man so aus Schokolade auf Kuchen hobelt. Nur was es war erschloss sich mir nicht gleich. Erst als ich dran roch fügte sich das Bild zusammen: die Späne waren mal Bienenwachskerzen gewesen, die schon seit Monaten auf dem Highboard im Esszimmer gelegen hatten.
Der Welpe, inzwischen 8 Monate alt und schon ziemlich gross hatte die Kerzen ganz offensichtlich vom Schrank geholt und sich dann damit eingehend auseinandergesetzt.
Ich habe übrigens ziemlich lange gestaubsaugt, weil sich die Wachsspäne nicht so gut wie erwartet aus den Teppichfasern lösen liesen.
2 Monate nach der Beschneiung des Esszimmers war der Hund alt genug um eingespannt zu werden und ab da hat er nie wieder irgendwas geschreddert und geschneit hat es seitdem auch nur noch vor der Haustür.
So ein Hund braucht halt einfach eine Aufgabe....
Mein persönlicher Höhepunkt kam kurz darauf. Ich kam nachhause und der Flur war wie ich ihn verlassen hatte. Das war schon mal ein gutes Zeichen. Und dann schaute ich vorsichtig um die Ecke ins Esszimmer.
In meiner Abwesenheit musste es spontan durchs Dach geschneit haben. Auf dem bunten Perserteppich im Esszimmer lag eine dicke Schicht hellbeiger Schnee. Die erste Untersuchung ergab, dass es sich um ganz feine, dünne Späne handelte, ähnlich wie das, was man so aus Schokolade auf Kuchen hobelt. Nur was es war erschloss sich mir nicht gleich. Erst als ich dran roch fügte sich das Bild zusammen: die Späne waren mal Bienenwachskerzen gewesen, die schon seit Monaten auf dem Highboard im Esszimmer gelegen hatten.
Der Welpe, inzwischen 8 Monate alt und schon ziemlich gross hatte die Kerzen ganz offensichtlich vom Schrank geholt und sich dann damit eingehend auseinandergesetzt.
Ich habe übrigens ziemlich lange gestaubsaugt, weil sich die Wachsspäne nicht so gut wie erwartet aus den Teppichfasern lösen liesen.
2 Monate nach der Beschneiung des Esszimmers war der Hund alt genug um eingespannt zu werden und ab da hat er nie wieder irgendwas geschreddert und geschneit hat es seitdem auch nur noch vor der Haustür.
So ein Hund braucht halt einfach eine Aufgabe....
Mittwoch, 25. Mai 2011
Geschmacksache
Der beste Freund von allen nennt einen Hund sein Eigen, den man nur mit ganz viel gutem Willen als Siberian Husky erkennen kann. Mit 12 Wochen sah Kaa noch wie ein Husky aus, mit einem halben Jahr ahnte man schon, dass sich das verwächst und als er 1 Jahr alt war, war klar, er ist ein Kind, das nur seine Mama lieben kann.
Der Hund hat einen Schädel wie ein Amboss und einen Körper wie ein Bierkasten. Er wiegt fast 30 Kilo und besteht nur aus Muskeln. "Einen schönen Malinois hast du da ", bekam der beste Freund von allen schon mehr als einmal zu hören. Dabei kommt Kaa von den Papieren her aus einem wirklich guten Stall. Sein Vater ist einer der Topvererber in diesem Lande und die Mutter kommt aus einem der besten Zwinger überhaupt. Aber, er sieht halt aus wie ein Schäferhund. Nachdem es in der reinrassigen Schlittenhundszene immer mal wieder Leute gibt, die glauben dass nur ihre Vorstellung wie ein reinrassiger Siberian Husky auszusehen hat richtig ist, und die mutmaßen, dass jeder Hund, der dieser Vorstellung nicht entspricht natürlich nicht reinrassig sein kann, wollte ich den Schäferhund unbedingt mal einem Richter vorstellen. Das war vor kurzem der Fall. Der Schäferhund und ich sind zur Ausstellung gefahren. Richter war ein anerkannter internationaler Züchter und Musher. Der beste Freund von allen hatte wochenlang das Laufen an einer dünnen Leine mit dem Hund geübt und so meisterten wir den Parcours ohne dass mich der Hund durch den Ring schleifte oder unkontrolliert hüpfte. Ganz im Gegenteil, Kaa zeigte sich von seiner allerbesten Seite und bei der Beurteilung im Stand von der Seite, stand er wie festgetackert, den breiten Schädel edel nach vorn gerichtet.
Ich hatte zum besten Freund von allen vor der Show gesagt, dass alles ausser G (gut) eine Überraschung wäre. G bekommen Hunde, die wirklich nicht gerade ein Idealbild des Rassevertreters darstellen. G ist keine gute Bewertung. Eine interessierte Zuschauerin am Ring hatte sich Notizen gemacht und ihre Bewertungen dazu geschrieben und da war Kaa ganz eindeutig ein G. Nach dem Lauf im Ring mussten wir noch auf die Ergebnisse warten und da sprach mich eine ältere Frau an, die mit Blick auf Kaa wissen wollte ob denn heute auch Schäferhunde bewertet würden. Nur mal zur Verdeutlichung, wie wenig Kaa der gängigen Vorstellung eines typischen Siberian Huskys entspricht.
Kaa bekam übrigens ein V (Vorzüglich). Der Richter war angetan von seinem Kopf ( very typical) und seiner Statur, die ihn als sehr guten Schlittenhund auszeichnet. Weil Kaa ein paar Gramm zu viel auf den Rippen hatte kam er nicht noch in die Runde der V Hunde, die um die Platzierungen liefen. Ich hatte im ersten Moment Probleme mit meiner Fassung. Der beste Freund von allen kicherte ein wenig irre. Insgesamt waren wir ziemlich sprachlos.
Mein persönliches Highlight war das Gesicht eines anderen Ausstellers. Dieser Herr hatte in der Vergangenheit immer wieder gegen die in Deutschland gezüchteten Siberian Huskys aus Leistungszucht gestänkert, die seiner Ansicht nach nur noch Mischlinge aus fragwürdigen Zuchten seien. Der gute Mann starrte immer wieder auf Kaa und ich konnte schon sehen, wie der in Gedanken schärfere Regeln für die Zucht formulierte.
Aber so kanns eben gehen und über Geschmack lässt sich einfach auch nicht streiten....
Der Hund hat einen Schädel wie ein Amboss und einen Körper wie ein Bierkasten. Er wiegt fast 30 Kilo und besteht nur aus Muskeln. "Einen schönen Malinois hast du da ", bekam der beste Freund von allen schon mehr als einmal zu hören. Dabei kommt Kaa von den Papieren her aus einem wirklich guten Stall. Sein Vater ist einer der Topvererber in diesem Lande und die Mutter kommt aus einem der besten Zwinger überhaupt. Aber, er sieht halt aus wie ein Schäferhund. Nachdem es in der reinrassigen Schlittenhundszene immer mal wieder Leute gibt, die glauben dass nur ihre Vorstellung wie ein reinrassiger Siberian Husky auszusehen hat richtig ist, und die mutmaßen, dass jeder Hund, der dieser Vorstellung nicht entspricht natürlich nicht reinrassig sein kann, wollte ich den Schäferhund unbedingt mal einem Richter vorstellen. Das war vor kurzem der Fall. Der Schäferhund und ich sind zur Ausstellung gefahren. Richter war ein anerkannter internationaler Züchter und Musher. Der beste Freund von allen hatte wochenlang das Laufen an einer dünnen Leine mit dem Hund geübt und so meisterten wir den Parcours ohne dass mich der Hund durch den Ring schleifte oder unkontrolliert hüpfte. Ganz im Gegenteil, Kaa zeigte sich von seiner allerbesten Seite und bei der Beurteilung im Stand von der Seite, stand er wie festgetackert, den breiten Schädel edel nach vorn gerichtet.
Ich hatte zum besten Freund von allen vor der Show gesagt, dass alles ausser G (gut) eine Überraschung wäre. G bekommen Hunde, die wirklich nicht gerade ein Idealbild des Rassevertreters darstellen. G ist keine gute Bewertung. Eine interessierte Zuschauerin am Ring hatte sich Notizen gemacht und ihre Bewertungen dazu geschrieben und da war Kaa ganz eindeutig ein G. Nach dem Lauf im Ring mussten wir noch auf die Ergebnisse warten und da sprach mich eine ältere Frau an, die mit Blick auf Kaa wissen wollte ob denn heute auch Schäferhunde bewertet würden. Nur mal zur Verdeutlichung, wie wenig Kaa der gängigen Vorstellung eines typischen Siberian Huskys entspricht.
Kaa bekam übrigens ein V (Vorzüglich). Der Richter war angetan von seinem Kopf ( very typical) und seiner Statur, die ihn als sehr guten Schlittenhund auszeichnet. Weil Kaa ein paar Gramm zu viel auf den Rippen hatte kam er nicht noch in die Runde der V Hunde, die um die Platzierungen liefen. Ich hatte im ersten Moment Probleme mit meiner Fassung. Der beste Freund von allen kicherte ein wenig irre. Insgesamt waren wir ziemlich sprachlos.
Mein persönliches Highlight war das Gesicht eines anderen Ausstellers. Dieser Herr hatte in der Vergangenheit immer wieder gegen die in Deutschland gezüchteten Siberian Huskys aus Leistungszucht gestänkert, die seiner Ansicht nach nur noch Mischlinge aus fragwürdigen Zuchten seien. Der gute Mann starrte immer wieder auf Kaa und ich konnte schon sehen, wie der in Gedanken schärfere Regeln für die Zucht formulierte.
Aber so kanns eben gehen und über Geschmack lässt sich einfach auch nicht streiten....
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